Sieht Österreich vor lauter Fichten den Wald nicht mehr?
Wald4Leben im Interview
Im Gespräch mit Der Standard haben wir darüber gesprochen, warum der österreichische Wald zunehmend unter Druck gerät – und weshalb jahrzehntelange Fichten-Monokulturen heute zum Risiko werden.
„Die Fichte ist nicht der Feind, sondern oft am falschen Ort“
Die Fichte war lange das Rückgrat der Forstwirtschaft. Doch Hitze, Trockenheit und der Borkenkäfer zeigen klar ihre Grenzen. Ganze Bestände brechen zusammen – nicht wegen einzelner Extremereignisse, sondern wegen eines zu einseitigen Systems.
„Monokulturen sind effizient, aber nicht stabil“
Ein zentrales Thema im Interview: Vielfalt ist keine Ideologie, sondern eine Notwendigkeit. Mischwälder reagieren robuster auf Klimaextreme, schützen den Boden und sichern den Wald langfristig ab – ökologisch wie wirtschaftlich.
„Waldumbau braucht Unterstützung“
Der Umbau hin zu klimafitten Wäldern ist teuer und langwierig. Für viele Waldbesitzer ist er allein kaum zu stemmen. Deshalb sehen wir den Waldumbau als gemeinsame Aufgabe von Gesellschaft, Wirtschaft und Waldbesitzern.
„Ein Wald ist kein Zertifikat“
Wald4Leben steht für echte, langfristige Waldarbeit. Wir pflanzen keine Symbole, sondern entwickeln Mischwälder, die über Jahre begleitet und gepflegt werden. Nicht zum Freikaufen – sondern für kommende Generationen.
Wenn wir den Wald ernst nehmen, müssen wir aufhören, nur einzelne Baumarten zu sehen – und wieder den Wald als Ganzes verstehen.
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